Herstellung von Tofu, Seitan, Tempeh und Soja Käse
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FAQ

Häufige Fragen

Du fragst – wir antworten
Wir lieben unsere Produkte – und reden sehr gern über sie! Wir haben nichts zu verstecken und freuen uns daher mit euch in den Dialog zu gehen. Für dich haben wir hier 5 der häufigsten Fragen gesammelt und räumen mit 5 veganen Mythen auf. Falls dir noch eine andere Frage auf der Zunge brennt. Zöger nicht und schreib uns gerne unter oder bei Facebook / Instagram.

5 der häufigsten Fragen:

I. Was muss ich beim Tofu zubereiten beachten?
Für den schnellen Start: Tofu nach Belieben in Scheiben/Würfel schneiden. Wenn nicht vorher mariniert, in Sojasoße und Kräutern einlegen und dann in einer Pfanne mit etwas Olivenöl von beiden Seiten ca. 3 Minuten anbraten. So wird der Tofu außen knusprig, bleibt innen saftig.
Mehr Tricks und Lifehacks zum Thema Tofu zubereiten haben wir in einem Instagram Beitrag für euch zusammengestellt.

II. Macht Tofu überhaupt satt?
Sehr sogar. Tofu wird aus Sojabohnen hergestellt. In Soja befinden sich jede Menge Nährstoffe und wertvolle Proteine. In manchen Produkten steckt sogar mehr Eiweiß als in Fleisch. Patrik Baboumian, einer der stärksten Menschen in Deutschland beweist: Sogar Bodybuilder können getrost Tofu statt Fleisch essen.
Also hey; seit 2005 hat er kein Fleisch mehr gegessen und der Mann zieht heute noch LASTWAGEN!

III. Wie lange hält sich Tofu?
– ungeöffnet in der Regel 6 Wochen
– offene Natur-, Gemüse Tofu in einer mit Wasser gefüllten Schale und geräucherte Tofu-Sorten luftdicht im Kühlschrank ca. 1 Woche haltbar.
– durch die richtige Lagerung wird Konsistenz und Aroma bewahrt.

IV. Kann ich Tofu einfrieren?
– Ja, dann hält er sich um die 6 Monate.
– Einfrieren verändert Konsistenz: Tofu wird grobporiger und bissfester. – nach dem Einfrieren eignet sich Tofu besonders gut für Marinaden
– Natur-Tofu kann gelb verfärben, wird beim Auftauen aber wieder weiß

V. Warum hat Tempeh manchmal schwarze Punkte?
Die schwarzen Punkte sind völlig unbedenklich. Sie sind Fruchtkörper des Edelpilzes Rizipus Oliogosperus, mit dem die Sojabohnen bei der Herstellung von Tempeh „geimpft“ werden.

5 vegane Mythen:

I. Tofu enthält doch ganz viel weibliche Hormone?

Ganz ruhig Sherlock. Ja die Sojabohne beinhaltet sekundäre Pflanzenstoffe, wie viele andere Pflanzen und Hülsenfrüchte auch. Und ja eine Gruppe davon sind Phytoöstrogene. Diese sind zwar dem körpereigenen Östrogen ähnlich, sind aber noch an weitere Moleküle gebunden, wodurch sie einen Bruchteil der Wirkung auf den menschlichen Körper haben, wie das Östrogen selbst.

Also keine Sorge Soja Männer und Fans von – „je mehr testo besser!“ Eine aktuellen Metaanaylse, die sich aus 32 einzelnen Untersuchungen zusammensetzt bestätigt, dass selbst ein moderater Sojakonsum keine oder sogar eher eine positive Auswirkung auf euren Testosteronspiegel haben kann.

Funfact:
Menschen, die die Angst vor Verweiblichung durch Soja propagieren, weil sie sich auf veraltete Studien beziehen oder gefährlicher Halbwissen nachplappern, sollten wissen, dass Pyhtoöstrogene ebenfalls in nicht minderer Konzentration in Rotklee und Hopfen auftritt. Konsequenter Weise müssten jene dann also auch die Verweiblichung durch Bierkonsum fürchten! :-P

II. Soja ist immer gen manipuliert?

Ein weiterer Klassiker, wenn der Aluhut mal wieder glüht.
Soja, dass verweiblicht doch nicht nur unsere Männerschaft sondern ist auch ganz fies gen manipuliert?

Nicht unbedingt. Zumindest nicht wenn er aus biologischen Anbau kommt. Dann wird das Saatgut der Sojabohne nämlich bis hin zur Verarbeitung überwacht und ist garantiert frei von Gentechnik.
Wir bei Tofu-Nagel verwenden nur zu 100% Bio-Produkte und verzichten darüber hinaus auf synthetische Gerinnungsmittel, Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel.

Funfact:
Fleischesser benötigen mehr Soja als Veganer und kommen dabei auch viel eher mit dem gentechnisch veränderten Soja in Kontakt.
Denn Sojabohnenschrot bildet einen Großteil des Tierfutters. Nur ein Bruchteil der weltweiten Soja Prodution wird für Tofu & Co verwendet. Rund 98%* des weltweit angebauten Soja landet im Futtertrog von Tieren. Davon ist ein Großteil genmanipuliert. Das ist nicht nur unökologisch sonder auch unökonomisch. Denn während man aus 1 kg Sojabohnen ca. 2 kg leckeren Tofu herstellen kann, brauch man für 1 kg Fleisch mehrere Kg Getreide.

*laut einer Studie der Universität Illinois für die US-Regierung

III: Werden für Tofu Regenwälder abgeholzt?

Die Nachfrage nach Sojabohnen nimmt weltweit stetig zu – und damit auch die Kritik am Anbau der Pflanzen. In Südamerika werden für Sojaplantagen große Regenwälder gerodet. Doch wie bereits erwähnt landet das angebaute Soja kaum im Tofu. Lediglich zwei Prozent des Sojas werden direkt zu Lebensmitteln verarbeitet. Der Regenwald stirbt für unseren hohen Fleischkonsum. Die NAGEL Tofumanufaktur bezieht ihre Sojabohnen sowohl aus Österreich als auch aus China, ohne Regenwaldabholzung dafür 100% bio.

IV. Aber dir fehlt da doch etwas – das kann doch nicht gesund sein?

Hier kriegen wir immer verschiedenste Anfragen, daher haben wir euch mal unsere Top 3 zusammengestellt:

Vitmain B12:

Oke jetzt habt ihr uns. Uns fehlt Vitamin B12. Verdammt erwischt!
Aber was ihr vielleicht noch nicht wusstet. Das ist kein Veganer Problem. Nehmen wir Amerika als Beispiel. Hier haben wir etwa 1% Veganer aber 39% Menschen mit B12 Mangelerscheinung. Die einfachste Lösung dagegen ist das Supplementieren mit Hilfe von Tabletten.

Mhh aber bevor ich jetzt Tabletten schlucke, gönn ich mir doch lieber Fleisch, mag der ein oder andere jetzt denken?
Naja lieber nicht. Der Clou an der Sache ist nämlich, dass auch Tiere B12 nicht von Natur aus in sich haben sondern mit den selben Supplements bei gefüttert bekommen. Sprich du nimmst so oder so B12 Tabletten auf, nur dass du bei veganer Ernährung auf die Antibiotika Dosis oben drauf verzichtest. ;)

Wirklich nichts für Kinder?

Eine der weltgrößten Ernährungsorganisationen, die amerikanische Academy of Nutrition and Dietetics (A.N.D.), gibt an dass eine gut geplante rein pflanzliche Ernährung auch für besondere Lebenssituationen wie z. B. Schwangerschaft, Stillzeit und Kindheit geeignet ist.

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hingegen verhält sich hier etwas bedeckter. Zwar warnt sie nicht vor veganer Ernährung im Kindesalter empfiehlt aber aufgrund von möglichen Nährstoffdefiziten den Verzicht veganer Ernährung in der Schwangerschaft und im Kindesalter.

Das Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) kommentiert dies wie folgt: »Die DGE ist sehr vorsichtig in ihren Empfehlungen (…). Aber die Wirklichkeit zeigt, dass die Veganer gut informiert sind, und gerade wenn sie ihre Kinder auch vegan ernähren, das in der Regel auch richtig machen

Zusammenfassend kann man also sagen, eine vegane Ernährung ist in allen Lebenslagen gesund und möglich, sollte aber gerade im Kindesalter bedacht und ausgewogen angegangen werde.

Wie gesund ist denn jetzt Tofu?

Ziemlich!
Tofu enthält alle acht essentiellen (lebenswichtigen) Aminosäuren. Er ist reich an hochwertigem pflanzlichen Eiweiß, an B-Vitaminen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen, Kalzium, Zellschutzmikronährstoffen wie Folsäure und Selen. Hinzu kommen wichtige Mineralstoffe wie Magnesium und Mangan, Eisen, Zink. Tofu hat kein Gramm Cholesterin. Im Gegenteil, er wirkt sogar cholesterinmindernd. Er ist kalorienarm, außerdem frei von Laktose und Gluten. Sojaprodukte fördern die Verdauung, wirken blutfettsenkend, mindern das Krebs- und Osterporoserisiko.

V. Kann zu viel Tofu schaden?

Selbst ein zu hoher Konsum von Wasser kann tödlich enden.
Man sollte alle Lebensmittel in Maßen statt in Massen genießen.
Wir sind jedoch überzeugt davon, dass die vegane Küche und besonders Tofu eine Chance für eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist.

Denn Soja ist ein Power-Food. Es hat reichlich Protein, einen geringen Fettanteil und beugt Herzerkrankungen vor, da es cholesterinsenkend ist.
Der regelmäßige Verzehr von Tofu kann zudem das Krebsrisiko, um bis zu 55% senken und mindert die Chance auf Osteporose.

Die Food and Drug Administration der USA (FDA) hat 50 unabhängige Studien ausgewertet und empfiehlt 25 g Sojaprotein pro Tag als Bestandteil einer gesunden Ernährung. Das entspricht ungefähr 300 g Tofu oder 800 ml Sojamilch.

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